Donnerstag, 25. März 2021

Penne "alla vecchia bettola"

Manchmal verirren sich meine Gedanken in meine Jugendzeit, in der ein Urlaub am Meer das Allerschönste war. Mittlerweile führen die Urlaubswege vieler Menschen in ferne Länder - auf jeden Fall irgendwohin, außerhalb der Nachbarstaaten. Man will die weite Welt sehen und die ferne Küche kennenlernen.
Ich aber stöbere momentan in alten Pasta-Rezepten und schwelge in meinen Erinnerungen. Ein Teller mit guter Pasta ist doch insgeheim für viele der "Glücklichmacher" Nummer eins. Das war damals so und ist es auch heute noch; Pasta lies schon immer unser Herz höherschlagen. Die meisten Rezepte sind geprägt vom Duft nach sonnengereiften Tomaten, nach Peperoncino (Chili) und Knoblauch und sie hatten die richtige Würze, die uns voll in die totale Urlaubsstimmung versetzte. Zum Teil bringt uns Pasta auch heute noch dieses Gefühl, nur haben sich die Rezepte mittlerweile ein wenig geändert. Dieses Rezept ist ein alter Klassiker, der nicht mehr so oft auf der Speisekarte anzutreffen ist. Ich möchte hier nochmals an die gute alte Zeit anknüpfen und koche Penne "alla vecchia bettola". Die Soße ist cremig, scharf und man spürt den leicht süßen Duft der gerösteten Datterini. Einmalig. !! Wie im Urlaub am Meer.
🍅🍅🍅🍅🍅🍅🍅🍅

Leider ist es dieses Jahr nicht möglich, zu Ostern einen Kurzurlaub zu planen und für ein paar Tage zu verreisen, aber wir holen uns das Urlaubsfeeling auf den heimischen Küchentisch. Mit dieser Pasta und der passenden Dekoration dazu gelingt das.!! 
Macht es euch zu Hause gemütlich. ♥♥♥
🐇🐇🐇🐇🐇🐇🐇🐇


Zutaten für 2 Personen:

200 g. Penne
1 Zehe Knoblauch
1 kleine Zwiebel
1 kleine frische Chilischote
(oder in Ermangelung Chili getrocknet)
etwas Oregano
Salz 
Pfeffer aus der Mühle
30 ml. Wodka
1 Schluck Weißwein (optional)
300 g. Datterini
40 ml. Sahne
geriebenen Parmesan
Olivenöl für die Pfanne

Zubereitung:
Zwiebel und Knoblauch schälen und klein hacken. Die Chilischote waschen und in dünne Streifen schneiden. Datterini waschen und halbieren.
Olivenöl in eine  flache Pfanne geben, Zwiebel und Knoblauch leicht andünsten, Chili und Oregano zugeben, kurz anschwitzen, mit Wodka und Weißwein löschen. Datterini zugeben, salzen und pfeffern, einige Minuten dünsten lassen. 


Unterdessen den Backofen auf 210 ° C. Ober/Unterhitze vorheizen. Die Soße für ca. 30 Minuten im Backofen rösten lassen.
Inzwischen die Nudeln bissfest kochen.
Nun die Soße im Mixer fein pürieren, zurück in die Pfanne geben und mit Sahne verfeinern. Nochmals abschmecken wenn nötig. Nudeln abseihen, noch tropfnass in die Soße geben und für ca. 1 Minute ziehen lassen. Reibkäse darüberstreuen, gut untermischen und sofort servieren.
























Ich wünsche euch gutes Gelingen.

Herzlichst
Eure Irmi 

Samstag, 20. März 2021

Orangen-Polenta-Kuchen

nach einem Rezept von Jamie Oliver.
Habt ihr schon mal Polenta-Kuchen gebacken ?? Ich noch nicht. Ist aber schade, weil er schmeckt außergewöhnlich und richtig lecker.
Vor kurzer Zeit wurde ich zur Verkostung von Polenta-Kuchen eingeladen. 
Wie schon des Öfteren wurde mir wieder mal klar, dass es beim Kochen noch viele andere Möglichkeiten gäbe, Abwechslung auf den heimischen Küchentisch zu bringen. Polenta-Kuchen zu backen wäre mir vorher nie in den Sinn gekommen, wahrscheinlich bin ich zu fixiert auf das "Übliche". Man muss sich nur trauen, das scheinbar Außergewöhnliche öfter mal in die Hand zu nehmen.
Der Kuchen hat hervorragend geschmeckt und er hat mich mit seiner tollen frühlingshaften, frischen orangen Farbe direkt auf Ostern eingestimmt. Die tolle Osterdekoration auf dem Tisch hat noch wesentlich dazu beigetragen. Ich finde, der Kuchen würde wunderbar auf den Ostertisch passen.
Ein paar Fotos zu knipsen wurde mir erlaubt und das Rezept bekam ich auch zur Verfügung gestellt. Einem Posting auf meinem Blog steht also nichts mehr im Wege.

Bemerkung: Hier wurden geriebene Mandeln und grobes Polenta-Mehl (Maismehl) verwendet.


Zutaten für eine Springform von Ø 20-22 cm.
5 Orangen
200 ml. Olivenöl
250 g. Honig
3 Eier (L)
200 g. gemahlenen Mandeln
100 g. Polentamehl (fein)

Zubereitung:
Die Zutaten sollten Raumtemperatur haben.
Backform einfetten und mit Mehl bestreuen. Backofen auf 160 °C. Ober/Unterhitze vorheizen.
Von 3 Orangen die Schale abreiben und den Saft auspressen.
Saft von 3 Orangen (mindestens 100 ml.) in eine Pfanne geben, 100 g, Honig zugeben, einmal aufkochen, dann leise einreduzieren lassen bis eine sirupartige Flüssigkeit entstanden ist. Pfanne zur Seite stellen.
200 ml. Öl und 150 g. Honig im Mixer gut verquirlen. 
Die Eier ca. 2 Minuten schaumig schlagen, die Orangenschale zugeben, das mit dem Honig verquirlte Öl langsam zufließen lassen und unterrühren. 
Polentamehl (Maismehl) und Mandeln und den Saft von 2 Orangen langsam untermischen.
Teig in die Form gießen und im Ofen für ca. 40-50 Minuten backen.
Den Kuchen ca. 10 Minuten auskühlen lassen, dann vorsichtig die Form entfernen.
Vor dem Servieren mit dem vorbereiteten Orangensirup übergießen und wenn gewünscht mit Orangenscheiben dekorieren.



Wünsche Euch gutes Gelingen und lasst ihn euch schmecken.

Herzlichst
Eure Irmi


Montag, 15. März 2021

Parmesanbrötchen - Suppeneinlage oder Snack

Nun habt ihr die Qual der Wahl !! - In Echt !! Suppeneinlage oder Snack ??? oder einfach beides.
Diese Parmesanbrötchen sind ein Hammer, sie sind oberlecker und würzig und für alle Parmesanliebhaber ein unbedingtes MUSS.
Schon ein paar mal habe ich sie bei einem Essen im Familienkreis genießen dürfen. Als Suppeneinlage haben sie dort jedes mal fungiert und überzeugt. Als Einlage in hausgemachter Fleischbrühe sind sie unverzichtbar.
Sollten nicht alle Brötchen als Suppeneinlage verwendet werden, hat man damit kein Problem, sie werden später als Snack gereicht und schnell verschnabuliert, ihr könnt geradewegs zuschauen wie sie schon bald aus dem Teller verschwinden. Also schmecken sie auch "solo" hervorragend.
Sie sind schnell zubereitet, die Zutaten sind so einfach und fast jeder hat sie zu jeder Zeit im Haus. Besser und einfacher geht's nicht.
Übrigens: sie schmecken auch mit dunklem Brot. !!

Mein Tipp:
Zum Fernsehabend oder zum Feierabend auf der Terrasse - Parmesanbrötchen mit einem Gläschen Bier oder Weißwein - da gibt es nix zu meckern. !!!


Zutaten für ca. 6-7 Brötchen:

6-7 Toastbrotscheiben
100 g. Parmesankäse gerieben
1 Ei (Gr. M)
Paprikapulver edelsüß, Salz und Pfeffer
nach Belieben

Zubereitung:
Backofen auf 180 °C. Ober/Unterhitze vorheizen.
Alle Zutaten zu einer streichfähigen Masse verrühren, (sollte die Masse zu trocken sein, kann man sich mit Milch oder Sahne behelfen).
Den Brei auf die Brötchen verteilen und glatt streichen. Brötchen auf das Backblech legen und im Ofen ca. 10 Minuten backen. Sie sollten schön golden sein.
Brötchen abkühlen lassen, in Stangen schneiden und separat zur Suppe servieren oder später mal als Snack bereit legen.

























Ich wünsche gutes Gelingen und habt eine schöne Zeit.

Herzlichst
Eure Irmi

Mittwoch, 10. März 2021

Bauernbrot

Bauernbrot - Marke Eigenkreation.
In letzter Zeit habe ich eher wenig Brot gebacken, die Lust dazu fehlte mir einfach. Gestern habe ich mich wieder mal aufgerafft, Zutaten herausgesucht, die für  uns in einem Brot von Wichtigkeit sind. Gleich danach ging es an die Arbeit, heraus kam ein köstliches Brot, das wir in kürzester Zeit gegessen hatten.
Vom Aussehen her wirkte der Brotlaib kein bisschen rustikal, aber beim Essen kam der leicht würzig-rustikale Geschmack nach Bauernbrot zum Vorschein. Das Brot hatte eine schöne Krume und eine angenehme Kruste. Es schmeckt lecker, vor allem zum Frühstück mit Butter und Marmelade, mit Honig oder Nutella, mit Käse oder eventuell auch mit Walnüssen. Ihr seht, es gibt viele Möglichkeiten das Brot zu kombinieren und zu genießen.
Bei der Zugabe von Gewürzen kann man gut verändern, mehr oder weniger, wobei ich mir denke, dass die allermeisten eher mehr dazugeben werden. 
🍞🍞🍞🍞🍞🍞
Ich wünsche euch viel Erfolg beim nachbacken und lasst euch dieses herrlich einfache aber leckere Brot schmecken.




Zutaten für 1 Brot

450 g. Weizenmehl
50 g. Roggenmehl
18 g. Hefe
11 g. Salz
200 ml. Milch lauwarm
150 ml. Wasser lauwarm
10 g. Leinsamen
3 g. Kümmel
1 EL. Brotgewürz

Zubereitung:
Kümmel und Leinsamen habe ich mit meiner kleinen Kaffeemühle grob gemahlen. Ich finde, dass sie dann ein viel intensiveres Aroma an das Brot abgeben. 
Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen.
Nun alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Holzkochlöffel verrühren. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und mit der Hand durchkneten bis sich alles schön verbunden hat, dann wieder zurück in die Schüssel legen, abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen bis er sich verdoppelt hat. Anschließend den Teig zu einem runden Laib formen, auf das mit Backpapier belegte Blech geben und nochmals ca. 35-40 Minuten gehen lassen.
Inzwischen den Backofen auf 200° C. Ober/Unterhitze vorheizen.


Das Brot mit Mehl bestreuen, einritzen und
 für ca. 35 Minuten backen. 
Klopfprobe bitte nicht vergessen.
Nach dem Backen soll das Brot auf einem Gitter komplett auskühlen, bevor es angeschnitten wird.
























Ich wünsche euch gutes Gelingen und habt noch eine schöne Zeit.

Herzlichst
Eure Irmi

Freitag, 5. März 2021

Manitoba-Ölbrötchen

Heute backe ich mit Manitoba-Mehl. Manitoba-Mehl ist sehr glutenhaltig und bekannt für eine lange Teigführung. Der Teig wird damit um vieles kompakter. Manitoba-Mehl stammt aus nordamerikanischen Weizensorten und ist inzwischen überall bekannt. In Italien wird es beim Backen von Brot oder Pizza, aber auch zum Backen mit viel Hefe, Butter und Eiern sehr gerne benutzt. Dabei kann es von Vorteil sein, das Manitoba-Mehl mit anderen Mehlen zu vermischen. Ein schöner Panettone mit Manitoba gemischten Mehl für die vorweihnachtliche Zeit z. B. wäre sehr empfehlenswert.

Manitoba Mehl wollte ich schon lange einmal ausprobieren. Unlängst hat beim Einkaufen der Schriftzug Manitoba wieder aus dem Regal gelacht und da griff ich ganz spontan zu. Zu Hause angekommen wurde die Packungsanleitung erst mal richtig durchgelesen. Vorne dran stand: "Manitoba Mehl mit natürlicher Hefe gemischt" Ich hatte ein fertig gemischtes Präparat erwischt, was ich sonst eigentlich nicht bevorzuge. Da konnte ich jetzt bei der Verarbeitung auf die Zugabe von Hefe verzichten. Beim Test-Backen wollte ich etwas vorsichtiger sein und habe erst mal die halbe Packung verarbeitet. Meine Entscheidung fiel auf Ölbrötchen mit Sesam.

Meine Tipps: Da sich Manitoba-Mehl wunderbar mit anderen Mehlen mischen lässt, würde ich vorschlagen, mit einem 10-20%igen Manitoba-Mehl-Anteil zu beginnen. Der Teig wird dann luftiger in seiner Konsistenz.
Sollte jemand Manitoba Mehl pur (ohne Anreicherung mit Naturhefe) kaufen, dann bitte bei der Verarbeitung 12-15 g. an frischer Hefe auf die unten angeführte Mehlmenge dazuzugeben.


Zutaten für ca. 10 Brötchen:
500 g. Manitoba Mehl
(mit Naturhefe gemischt)
300 ml. Wasser
20 ml. geruchsneutrales Speiseöl
11 g. Salz

Zubereitung: 
Mehl, Wasser und Öl in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und ein paar Minuten kneten lassen. Jetzt erst das Salz zugeben und den Teig fertig verarbeiten lassen. Das kann insgesamt ca. 10-12 Minuten dauern. Wenn der Teig glatt und elastisch ist, aus der Schüssel nehmen, rund formen und leicht mit Öl bestreichen damit er nicht austrocknet. Wieder zurück in die Schüssel geben, abdecken und für ca. 40 Minuten gehen lassen.
Backblech mit Backpapier belegen.


Anschließend den Teig in 10 Teiglinge portionieren. Die Teiglinge rundschleifen, auf das Backblech legen, abdecken und erneut ca. 1 Stunde gehen lassen.
Backofen auf 190 °C. Ober/Unterhitze vorheizen.
Jetzt die Teiglinge leicht mit Öl bestreichen (ich habe Sesam darübergestreut - ist aber nach dem Backen alles abgeblättert)
Die Teiglinge für ca. 30 Minuten backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen.


Ich wünsche Euch gutes Gelingen und liebe Grüße

Eure Irmi


Donnerstag, 25. Februar 2021

Heidelbeer-Quark-Sahne-Torte

Schon wieder gibt es hier Käsesahne-Torte; wir essen sie einfach total gerne und deshalb gab es sie schon öfters, auch oft in abgeänderter Form. Mit verschiedenen Früchten und in diversem "Outfit" ist sie auf unserem Kaffeetisch ein gern gesehener Gast. Und immer schmeckt sie total lecker, frisch, nicht zu süß und es wird einem nicht langweilig !!! ♥♥♥ Ein angesehener Klassiker. ♥♥♥
Die Idee, den Tortendeckel mit Biskuitkrümel zu gestalten habe ich in einer Bäckerei in unserem Dorf gesehen, das hat mir so gefallen, dass ich gleich zwei Tage nachher diese Torte gebacken habe. Unter die Biskuitkrümel habe ich noch zwei restliche Windbeutel geschnitten, die ein paar Tage vorher aus mangelnder Füllung übrig geblieben waren. Das ist Restverwertung pur ♥♥♥




Zutaten für den Biskuit:
4 Eier
135 g. Zucker
1 Prise Salz
1 Vanillezucker oder etwas 
Naturvanille
170 g. Mehl
1 ½ TL. Backpulver
20 ml. Sonnenblumenöl

Zutaten für die Quark-Creme:
250 g. Quark 20 %
400 ml. Sahne
6 Blatt Gelatine
100 g. Zucker
1 Vanillezucker
Abrieb ½ Zitrone
Saft ½ Zitrone
250 g. Heidelbeeren


Zubereitung Biskuit:
Den Backofen auf 170° C. Grad O/Unterhitze vorheizen. Die Backform von 26 cm Ø vorbereiten – Boden mit Backpapier belegen.
Ganze Eier mit Salz, Zucker, Vanillezucker zu einer sehr cremigen und stabilen fast steifen Masse aufschlagen (mit der Küchenmaschine dauert das ca. 8 Min.)
Mehl und Backpulver mischen, in die aufgeschlagene Masse sieben und vorsichtig 
unterheben, danach das Öl ebenfalls vorsichtig unterheben.
Den Teig in die vorbereitete Form füllen für ca. 28 Min. backen. Stäbchenprobe bitte nicht vergessen. Den Kuchen aus dem Ofen holen, die Form vorsichtig entfernen, den Kuchen auf ein Kuchengitter heben, mit einem Tuch abdecken und komplett auskühlen lassen.

Zubereitung Sahne-Creme:
Sahne steif schlagen und in den Kühlschrank stellen. Gelatine im kalten Wasser einweichen.
Quark mit Zucker, Vanillezucker und Zitronenabrieb glatt rühren. Zitronensaft leicht erhitzen, Gelatine ausdrücken und im Zitronensaft auflösen. Pfanne vom Herd ziehen, 2 EL. Quarkcreme zufügen um den Temperaturausgleich zu machen, gut mischen und anschließend wieder zurück zum Quark geben. Wieder gut unterrühren. Nun die geschlagene Sahne in ca. 3 Portionen locker unter den Quark mischen.

Fertigstellung:
Die Heidelbeeren waschen und gut abtropfen lassen.
Den Biskuit auf eine Tortenplatte geben, oben eine dünne Schicht vom Biskuit abschneiden und zu Brösel aufreiben. Biskuitbrösel zur Seite legen. Den Biskuit mit einem Backrahmen umschließen. Ca. 1/3 der Creme auf den Tortenboden geben und glatt streichen, mit einem Teil der Heidelbeeren belegen. Die restliche Creme darüber verteilen, wieder glatt streichen. Die Torte abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Kurz vor dem Servieren, die Biskuitbrösel mit darüber verteilen und mit ein paar Heidelbeeren dekorieren. Dann mit Puderzucker bestreuen.


























Ich wünsche Euch noch einen schönen Tag und macht es gut.

Herzlichst
Eure Irmi

Samstag, 20. Februar 2021

Kiachel

Kiachel-Auszogene-Kniekiachl oder unter welchem anderen Namen sie auch immer bei euch bekannt sein mögen. Die Namen sind jedoch von Land zu Land und von Region zu Region verschieden, nicht selten entstammen sie auch aus dem jeweiligen Dialekt. Aber ganz egal, die Kiachl sind mega-lecker und das immer wieder.
In unserem Umkreis heißen sie Kiachl und sie schmecken nach Gemütlichkeit, nach Feierabend und Geselligkeit, nach purem Landleben und vor allem, sie schmecken hausgemacht. Viel zu selten kommen sie bei uns auf den Tisch. Meistens zu einem ganz traditionellen Zeitpunkt, so wie jetzt, zur Faschings-oder Fastenzeit. Da gab es sie schon in unserer Jugend und ganz automatisch kommt auch heute noch zur Faschings-oder Fastenzeit wieder Lust nach Kiachl auf. Sie gehören zur kulinarischen Tradition unserer Region und unserer Heimat. 
Genau deshalb findet ihr sie auch in meiner Heimatküche. 
So wird diese Tradition bei uns zu Hause fortgeführt - sie soll uns schließlich erhalten bleiben, denn Kiachl sind ein super tolles Schmalzgebäck, ♥♥♥♥ das man nicht ganz einfach nur so vergessen soll.



Zutaten für 6 Kiachl
250 g. Weizenmehl
100 ml. Milch
15 g. Hefe
1 EL. Zucker
20 ml. Neutrales Speiseöl
1 Ei (Gr. M)
1 EL. Rum
1 Prise Salz
Abrieb ½  unbehandelten Orange

Sonnenblumenöl zum Ausbacken
Preiselbeer-Marmelade zum Füllen

Zubereitung:
Die Hefe und den Zucker in der lauwarmen Milch auflösen.
Das Mehl in eine Schüssel geben, darin eine Mulde drücken und die Flüssigkeit langsam in die Mulde fließen lassen. Die Schüssel abdecken und das "Dampfl" ca. 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
Nun die restlichen Zutaten zugeben und zu einem glatten Teig verkneten, das dauert ca. 10 Minuten. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch kurz mit der Hand durcharbeiten, zu einer Kugel formen und zurück in die Schüssel geben, abgedeckt für ca. 1 Stunde gehen lassen.
Anschließend den Teig wieder auf die bemehlte Arbeitsfläche geben, in 6 gleich große Teile teilen. 6 Stück Backpapiere auf ca. 12 x 12 cm zuschneiden, jeden Teigling rundschleifen und auf einem dieser Papiere ablegen. Teiglinge zudecken und an einem warmen Ort ca. 40 Minuten gehen lassen.


Öl in  einer Pfanne auf ca. 160-170° C. erhitzen. In die Kiachl mit Hilfe eines kleinen Glases eine Mulde eindrücken, dann die Mulde mit den Händen noch ein wenig ausziehen. (Man kann aber auch nur die Hände zum Ausziehen nehmen). Die Kiachl mit samt dem Papier ins Fett einlegen (weniger Verbrennungsgefahr), mit einem Schöpfer heißes Öl darüber gießen. Das Papier löst sich vom Kiachl und wird mit Hilfe einer Pinzette aus dem Fett gezogen. Die Kiachl drehen, auf der Unterseite backen und anschließend auf einer Küchenrolle abtropfen. Die Kiachl sind fertig, wenn sie eine schöne goldene Farbe bekommen haben.



Kiachl mit Puderzucker bestreuen und mit Preiselbeer-Marmelade füllen.
Lasst sie euch schmecken.

Herzlichst 
Eure Irmi

Montag, 15. Februar 2021

Donuts

Heute gibt es bei mir das versprochene Rezept für Schmalzgebäck. Ein neues Rezept ist es für die meisten von euch zwar nicht, aber für mich schon. Ich habe mich nämlich noch nie auf Donuts eingelassen und somit ist es in diesem Fall für Blog und Köchin ein neues Rezept.
🍩🍩🍩🍩🍩🍩🍩🍩🍩
Sehr, sehr lecker kann man dieses Gebäck bezeichnen, mit einem zarten Butter-Geschmack. Zur Abwechslung mal was ganz anderes als immer Sahnerollen oder Cremetorten. Außerordentlich köstlich, kein Wunder, dass meine Eltern Schmalzgebäck so sehr liebten .
Deshalb hab ich mich jetzt auch ganz spontan entschieden eine Schmalzgebäck-Woche einzuschieben. Meine Themenwochen möchte ich doch auch im Jahr 2021 beibehalten. In den nächsten Tagen gibt es hier also ein weiteres Rezept für ein in Öl ausgebackenes Hefegebäck - ihr dürft also schon gespannt sein. Lasst euch überraschen.


Zutaten für ca. 25 Stück Donuts:

400 g. Mehl
200 ml. Milch
40 g. Butter
40 g. Zucker
20 g. frische Hefe
1 Ei
½ TL. Salz
Sonnenblumenöl zum ausbacken
Zucker zum bestreuen

Zubereitung:
Alle Zutaten sollten Raumtemperatur haben, auch die Butter.
Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen. 
Mehl, Zucker, Salz und das Ei in die Schüssel der Rührmaschine geben, das Milch-Hefegemisch zugeben und alles für ein paar Minuten zu einem Teig kneten lassen. Gegen Ende des Knetvorganges die weiche Butter einarbeiten lassen. So lange kneten bis der Teig weich und elastisch ist. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche rundwirken, dann in der Schüssel abgedeckte gehen lassen bis er das doppelte Volumen erreicht hat.
Anschließend auf ca. 1 cm dick auswallen, Donuts ausstechen und diese auf einer bemehlten Fläche abgedeckt für ca. 30 Minuten gehen lassen. (siehe unten)


Sonnenblumenöl in eine flache Pfanne geben und auf ca. 165-170° C. erhitzen. Die Donuts vorsichtig einlegen und von beiden Seiten golden ausbacken. Auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen und in Zucker wälzen.
























Quelle: DiviTV
Ich wünsche euch gutes Gelingen und lasst sie euch schmecken.

Herzlichst 
Eure Irmi

Mittwoch, 10. Februar 2021

Haselnuss-Pralinés

Pralinen zum Valentinstag, wer mag das nicht. Nachdem nun Valentinstag vor der Tür steht, habe ich mich schon mal gerüstet und Pralinen vorgemacht. Für eine süße kleine Überraschung sind Pralinen immer gut zu haben. Aber Achtung - sie halten nicht lange, wie ihr auf dem Bild ganz unten sehen könnt. Sie haben reißend Absatz gefunden und der Valentinstag ist noch gar nicht mal da. Ich fürchte, es läuft auf einen Nachschub hinaus - auch kein Problem, sie sind ja schnell gemacht.
Für die Panade der Pralinchen dürft ihr ganz variabel sein. Alles gefällt, ihr müsst euch da nicht fix festlegen. Bei mir gab es 1 x Haselnusskrokant, 1 x Haselnüsse gehackt und 1 x Haselnüsse gehackt mit Schokostreusel gemischt. Ihr seht, es gibt viele verschiedene Ideen. Jeder hat einiges im Vorratsschrank liegen, was hier gut zu verwerten geht und man muss also nicht direkt etwas einkaufen. Für die Zubereitung benötigt man kein Pralinen-Werkzeug. ♥♥♥♥♥


Zutaten für 35 Stück:

100 g. Vollmilch-Schokolade
100 g. Zartbitter-Schokolade
125 g. weiche Butter
100 g. Puderzucker
120 g. Haselnüsse gehackt
Haselnusskrokant 

Zubereitung:
Die Schokolade in kleine Stücke hacken und auf dem Wasserbad schmelzen, nachher etwas abkühlen lassen.
Die weiche Butter und den Puderzucker cremig rühren, die gehackten Haselnüsse zugeben und gut untermischen. Anschließend noch die weiche Schokolade dazu mischen. Die Masse nur so lange kühlen lassen bis sie noch leicht formbar ist. Mit einem kleinen Löffel Portionen in Pralinengröße abstechen und zwischen den Händen rund rollen. (Ich habe dafür Einweg-Handschuhe benutzt) Anschließend in Haselnusskrokant wälzen  und in Pralinenförmchen ablegen.
Schon sind die Pralinchen bereit zum Verkosten. Lasst sie euch schmecken.




Ich wünsche allen einen schönen Valentinstag ♥♥♥

Herzlichst
Eure Irmi

Freitag, 5. Februar 2021

Blätterteigstangen mit roten Pesto

Als Snack auf einer Party, zum Begrüßungstrunk oder auch mal abends zum Wein. Blätterteigstangen mit pikanter Füllung sind immer herzlich willkommen. 
Neulich gab es diese Stangen bei uns zur Begrüßung an Silvester - in Begleitung noch anderer Häppchen. Aber auch noch während dem Essen wurde immer mal wieder ein Stangerl dazu geholt und genüsslich verspeist; sie sind sehr gut angekommen und lecker waren sie auch; sehr zu empfehlen.
Stangerl mit Basilikum-Pesto gibt es auch auf diesem Blog. 
Super lecker schmecken sie auch mit süßer Füllung, z.B. mit Nutella oder Nussfülle. Sie alle kann ich euch sehr empfehlen zumal sie nebenbei keinen großen Arbeitsaufwand abverlangen. Irgendwelche Zutaten, die als Füllung gebraucht werden können hat man doch zu Hause und Blätterteig liegt fast in jedem Gefrierschrank parat.
Also, ran an die Arbeit und anschließend genießen. ♥♥♥ Guten Appetit.


Zutaten für ca. 24 Stangen:

1 Pckg. Blätterteig
1 Eigelb
1 EL. Milch
als Füllung:
Irmi's Tomatenpesto (Menge nach Wunsch)

Zubereitung:
Backofen auf 200 °C. Ober/Unterhitze vorheizen, Backblech mit Backpapier belegen.
Blätterteig auf einer bemehlten Fläche ausrollen, der Länge nach mittig teilen. Eine Teig-Bahn mit Tomatenpesto gleichmäßig bestreichen dabei aber rundum einen Rand von ca. 0,5 cm frei lassen. Auf dem Rand das Mehl etwas entfernen und ihn dann mit Wasser bestreichen. Die zweite Teig-Bahn darüberlegen und fest die Ränder andrücken damit die Fülle nicht ausläuft. Mit dem Teigrad in ca. 2 cm breite Streifen teilen (siehe Bild unten). Restliches Mehl mit dem Pinsel entfernen.


Die Streifen 2-3 mal drehen und auf das Backblech legen.


Eigelb und Milch verquirlen und die Stangen damit bestreichen, nach Lust mit etwas Sesam oder Leinsamen bestreuen.
Blech in den Ofen schieben, die Stangerl für ca. 15 Minuten golden backen.


Nachher komplett auskühlen lassen und servieren.
Dem Genuss steht nun nichts mehr im Wege. Lasst sie euch schmecken.

Herzlichst
Eure Irmi