Dienstag, 30. April 2019

Bärlauch- und Ringelblumensalz


Es ist wieder Bärlauchzeit. Im Frühling zieht das frische Grün die Menschen hinaus in die Natur zum Bärlauch-Sammeln. Die Feinschmecker vor allem suchen dieses Wildkraut, besonders wegen des würzigen Knoblauchgeschmacks. Das Schöne am Bärlauch ist aber, dass man nach dem Verzehr nicht so übel danach riecht wie es beim Knoblauch schon der Fall ist. 
Bärlauch lässt sich vielseitig haltbar machen - Bärlauchpaste, Bärlauchpesto, Bärlauchöl, Bärlauchaufstrich, Bärlauch einfrieren - die info's dafür findet ihr hier. Das Rezept für Bärlauchsalz, das jedes Jahr nie und nimmer fehlen darf, findet ihr in diesem Beitrag. Mit all diesen Möglichkeiten zum "Haltbarmachen" könnt ihr euch die Bärlauchsaison ein Stück weit verlängern.
Als Geschenk aus der Küche kommt Bärlauchsalz ebenfalls immer gut an. Dieses hier ist ein Geschenk aus der Küche meiner Schwester. Vielen lieben Dank dafür. ❤❤❤
Im Beitrag unten gibt es ihre Rezepte und die Zubereitungen:

Zutaten für das Bärlauchsalz:
1 kg. Himalaya-Salz fein (das feine Salz ist noch grob genug)
1 ½ Bund Bärlauch

Zubereitung:
Bärlauch waschen, trocknen und grob schneiden. Salz und Bärlauch in einen Mixer geben und mixen.
Ein Backblech mit Backpapier belegen, das Salz darauf verteilen, mit einem Tuch abdecken und für ca. 8 Stunden trocknen lassen.
Alternativ: im Backofen mit Umluft 50-60 ° für ca. 3 Stunden trocknen. Dabei die Backofentür einen Spalt breit offen halten damit die Feuchtigkeit entweichen kann.


Verwendung:
Bärlauchsalz verwende ich zum Würzen von Auflauf – Fleisch – Gemüsegerichte aller Art – Salatsaucen, Pastasaucen, für Risotto u.s.w.. Immer vorausgesetzt man mag den Bärlauchgeschmack, kann man das Salz auch in den Brotteig geben. 
PS: und weil ich das Bärlauchsalz so gerne mag, würze ich momentan fast jedes Gericht damit.




Ringelblumensalz


ist ebenfalls ein Geschenk aus der Küche meiner Schwester. 

Das Ringelblumensalz ist etwas ganz besonders.Es ist geschmacksneutral und für die schöne Farbe und für unsere Gesundheit zuständig. Deshalb wird es nicht wirklich nur zum üblichen Salzen verwendet, sondern eher zum Nachsalzen, dem Gericht eine besondere Note zu geben und hauptsächlich, eine Prise Gesundheit zu spenden.

Da die Ringelblume das Immunsystem stärkt und Halsschmerzen und anderen Erkältungskrankheiten vorbeugt, sollte man vor allem schon im Herbst damit beginnen, Ringelblumensalz zu benutzen, damit man gut durch den anschließenden Winter kommt. Nehmt die Gelegenheit wahr, es ist noch genügend Zeit für Ringelblumensalz.  

Zutaten:
1 kg Himalaysalz
2 Hand voll frische Ringelblumenblüten

Zubereitung:
Ringelblumenblüten säubern und einmal teilen.
Salz und Blüten in den Mixer geben und mixen.
Zum Trocknen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben, verteilen, mit einem Tuch abdecken und für ca. 8 Stunden trocknen lassen.
Oder im Backofen mit Umluft 50-60 ° für ca. 3 Stunden bei leicht geöffneter Backofentür.
Im Prinzip so verfahren wie beim Bärlauchsalz (siehe oben)


Verwendung:
Eine Prise auf den Salat, auf das Butterbrot oder auf sonstige Aufstriche geben u.s.w.

Übrigens: die Ringelblumenblüten kann man auch zu Ringelblumenzucker verarbeiten und für Kuchen und Creme's verwenden oder dem Joghurt beifügen. 

Ich wünsche Euch noch eine schöne Woche
Herzlichst
Eure Irmi

Freitag, 26. April 2019

einfaches Bauern-Gewürzbrot


bei uns zu Hause wird nicht konstant alle paar Tage Brot gebacken aber so 4 mal, oft auch fünf mal im Monat backe ich sehr gerne mein eigenes Brot. Nicht jedes mal ist ein neues Rezept dabei, das ich dann mit euch teilen kann. Sehr oft mögen wir eben die schon liebgewonnenen Brote, die uns schmecken und keine extra-Arbeit mehr machen weil man den Ablauf kennt und das Rezept schon im Kopf hat. Das geht wahrscheinlich allen so, manche Brote schaffen es, sich zum Lieblingsbrot hochzuarbeiten.
Heute habe ich aber aus einem alten Rezept ein neues Gewürzbrot geschaffen. Die Gewürze sind nach unserem Geschmack zusammengestellt, Kümmel und Leinsamen sind gemahlen dazugekommen - weil - mein lieber HP nur eine sehr kleine Vorliebe für Körner hat. Körner stören beim Essen meint er, feines Brot ist ihm lieber. Ansonsten, das Brot war sehr geschmackvoll, genau nach unseren Wünschen. Nichts zu meckern.👍👍👍👍 Das Rezept kommt wieder mal zum Einsatz.


Zutaten für 1 Brot:
120 g. Roggenmehl
340 g. Weizenmehl
30 g. Roggen-Sauerteig getrocknet
23 g. frische Hefe
310 ml. Wasser
1 TL. Zucker
12 g. Salz
5 g. Kümmel
15 g. Leinsamen
½ TL. Anis und Fenchel gemischt – gemahlen
½ EL. Backmalz

Zubereitung:
Kümmel und Leinsamen in einer Mühle fein mahlen. Im lauwarmen Wasser die Hefe und den Zucker auflösen.
Alle trockenen Zutaten in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und einmal gut durchmischen. Dann das Hefewasser und den Backmalz zugeben und zu einem elastischen Teig verkneten. Das dauert so ca. 8 Minuten. Sollte der Teig zu fest sein, noch wenig Wasser zugeben.
Den Teig aus der Rührschüssel holen, einmal mit der Hand kurz durcharbeiten, zu einer Kugel formen und wieder in die Rührschüssel zurück legen. Den Teig abdecken und ca. 1 Stunde gehen lassen, bis ungefähr das doppelte Volumen erreicht hat.
Anschließend den Teig ein paar mal falten und zu einem runden Laib formen. Das Backblech mit Backpapier belegen, den Brotlaib darauf setzen und abgedeckt noch einmal gehen lassen.
Inzwischen den Backofen auf 240° C Ober/Unterhitze vorheizen.
Einen feuerfesten Behälter mit heißem Wasser auf den Backofenboden geben und das Brot einschießen, für ca. 10 Minuten backen, danach die Hitze auf 200° C. reduzieren und weitere 50 Minuten fertig backen.
Das Brot aus dem Ofen holen – Klopfprobe bitte nicht vergessen.
Das Brot auf einem Gitter komplett auskühlen lassen bevor es angeschnitten wird.


Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachbacken. Lasst es Euch schmecken.
Alles Liebe
Eure Irmi

Dienstag, 23. April 2019

Irmi's einfachstes Weizenbrot


Brot für alle Tage muss nicht immer kompliziert und aufwendig sein. Es braucht keine extra-Zutaten und nicht immer eine Zubereitung mit Vorteig, Sauerteig & Co. Manchmal ist die Zeit irgendwie knapp oder man überlegt es sich noch in letzter Minute selber Brot zu backen. Mein einfaches Weizenbrot schmeckt allen und geht einigermaßen schnell. Dabei habe ich diesmal auch keine Küchenmaschine benutzt. Ganz einfach in der Schüssel von Hand geknetet – so wie zu früheren Zeiten, wo es Maschinen solcher Art noch nicht gab.
Gewiss – mehr Aufwand und mehr verschiedene Zutaten bringen dem Brot einen kräftigeren, vollmundigeren Geschmack, ein eleganteres Aussehen und wenn man dann noch so kreativ beim Muster einritzen ist wie Katharina, dann gibt es ein Brot der Extraklasse. Ein Unikat, bei dem man sieht, dass sich Aufwand allemal lohnt. 👍👍👍 Hier und hier könnt Ihr das am besten sehen.
Was ich Euch noch sagen wollte, mit heute schiebe ich die Brot-Woche ein. Am Freitag gibt es hier ebenfalls ein urgemütliches einfaches Brotrezept. Ihr dürft also schon gespannt sein.


Zutaten für 1 Brot:
350 g. Weizenmehl griffig
250 ml. Wasser
12 g. frische Hefe
1 TL. Backmalz
8 g. Salz

Zubereitung:
Die frische Hefe im lauwarmen Wasser auflösen. Die restlichen Zutaten in eine Schüssel geben, das Hefegemisch dazugeben und gut durchkneten bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. Teig abdecken und 2 Stunden gehen lassen.
Inzwischen das Backblech mit Backpapier belegen.
Nach der Teigruhe den Teig in Form eines Laibes auf das Backblech umsetzen.(einfach nur von der Schüssel auf das Backblech, ihr müsst nicht lange falten und schleifen u.s.w.). Nochmals abdecken und bei Raumtemperatur abermals 1 Stunde gehen lassen.
Backofen auf 220 ° C. Ober/Unterhitze vorheizen.
Brot in den Ofen schieben und für ca. 30-35 Minuten backen.
Auf einem Gitter auskühlen lassen. 

Mein Tipp: Wer die Kruste nicht so krustig mag, soll das Brot mit einem Tuch abdecken bis es ausgekühlt ist. 


Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachbacken.
Alles Liebe
Eure Irmi

Freitag, 19. April 2019

Eierlikörstriezel zum Osterfest


Das Osterfest ist nun endlich da. In diesem Jahr fühlte sich für mich die Fastenzeit sehr lange an, sie schien fast unendlich. Gefühlsmäßig gut 2 Wochen länger als sonst. Keine Ahnung wie das kommt. 
Aber nun sind wir so weit, ich konnte den Eierlikörstriezel für‘s Osterfest backen. Schon eine Weile habe ich das Rezept vor mir liegen aber mit dem Backen so lange gewartet damit der Eierlikörstriezel pünktlich und frisch auf den Tisch kommt.
Ein Striezel zum Frühstück für die Osterfeiertage ist schon fast obligatorisch bei uns, es ist zur alten Tradition geworden. Ohne Striezel kein Osterfest. Familientraditionen sollte man unbedingt beibehalten solange man kann.

🐇🐇🐇🐇🐇


Zutaten:
400 g. Weizenmehl
21 g. Hefe
1 Ei
1 gute Prise Salz
Zitronenabrieb
50 g. Butter
50 g. Zucker
80 ml. Eierlikör
120 ml. Milch
50 g. Rosinen
2 EL. Rum
Mandelblättchen für die Deko
1 Eigelb und etwas Milch zum Bestreichen

Zubereitung:
Alle Zutaten sollen Zimmertemperatur haben. Backblech mit Backpapier belegen.
Rosinen mit Rum beträufeln. Butter schmelzen und wieder lauwarm abkühlen lassen. Hefe in der lauwarmen Milch auflösen.
Mehl mit Salz, Zucker und Zitronenabrieb in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben, einmal kurz untermischen. Milch mit dem Ei, der Hefe, geschmolzene Butter, Eierlikör und die Rum-Rosinen ebenfalls zugeben und mit der Maschine für ca. 8 Minuten zu einem glatten Teig kneten.
Teig nochmals kurz mit der Hand verarbeiten, rundwirken und wieder zurück in die Rührschüssel geben. Abdecken und gehen lassen bis der Teig ungefähr das doppelte Volumen erreicht hat.
Den Teig auf der Arbeitsfläche zu einem langen Strang formen, den Strang zu einem „U“ formen, dann die zwei Teigbahnen miteinander verdrehen. Striezel auf das Backblech legen, mit einem Tuch abdecken und nochmals für ca. 30 Minuten gehen lassen.
Backofen auf 180 ° C. Ober/Unterhitze vorheizen. Eigelb mit etwas Milch verquirlen, den Striezel damit bestreichen und mit Mandelblättchen bestreuen.
Im Ofen ca. 25 Minuten backen. Anschließend mit einem Tuch abdecken und komplett auskühlen lassen.

Backt den Striezel nach wenn Ihr Lust habt, ich wünsche Euch dazu von Herzen ein gutes Gelingen und lasst ihn Euch schmecken.
In diesem Sinne, ein frohes und freudvolles Osterfest.

Herzlichst
Eure Irmi

Dienstag, 16. April 2019

Pizza "in red"


Es ist zum zig-hundertsten male Zeit für Pizza.
Unglaublich aber wahr, die immer wiederkehrende und nicht zu Ende gehen wollende Lust auf Pizza hat uns im Bann. Nicht nur uns, das ganze Umfeld steht auf Pizza und darauf verzichten wäre für alle ein großes Opfer. Es geht vielen Menschen so, Pizza, diese runde Köstlichkeit hat sich in den Köpfen festgefahren wie kaum ein anderes Gericht. In gemütlicher Runde wird oft Pizza bestellt und verdrückt. Jeder von uns hat mittlerweile seine Lieblings-Pizza und obwohl wir jedes mal in der Pizzeria wieder die Karte studieren, bestellen wir doch zu 90 % immer dieselbe Pizza - unsere Lieblingspizza. 🍕🍕🍕



Zutaten für ein Backblech:
300 g. Pizzamehl
1 Prise Salz
180 ml. Wasser
14 g. frische Hefe
½ TL. Honig
1 ½ EL Olivenöl

Zutaten für den Belag:
180 g. passierte Tomaten
Kräutersalz
etwas Pfeffer
½ Knoblauchzehe
250 g. Pizzakäse gerieben
½ rote Zwiebel
Salami (Menge nach Wunsch)
2 EL. Kapern
kleine Mozzarella-Kugeln (Menge nach Wunsch)
kleine Tomaten (Menge nach Wunsch)
2-3 EL. Tomatenpesto

Zubereitung
Die Hefe und den Honig ins lauwarme Wasser geben und darin auflösen. Das Mehl mit dem Salz mischen und in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben, die im Wasser aufgelöste Hefe dazu mischen und den Teig ca. 10 Minuten kneten lassen. Nach 5 Minuten Knetzeit das Öl dazugeben. Noch einmal kurz von Hand durchkneten, den Teig zurück in die Rührschüssel geben, die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken. Den Teig für ca. 1 Stunde gehen lassen.
In der Zwischenzeit den Belag vorbereiten und den Backofen auf 200 ° C. Ober/Unterhitze vorheizen. Das Backblech mit Backpapier belegen.
Tomaten salzen, pfeffern und Knoblauch hineinpressen. Zwiebel in feine Scheiben schneiden, Mozzarella und Tomaten teilen. Pesto mit etwas Olivenöl strecken wenn es zu dickflüssig ist.
Pizzateig ausrollen und auf das Blech legen. Tomaten und Pizzakäse darauf verteilen, alle anderen Zutaten ebenfalls gleichmäßig darüber verteilen.
Im Ofen für ca. 13-15 Minuten backen.


Ich wünsche Euch gutes Gelingen und lasst sie Euch schmecken.
Herzlichst
Eure Irmi

Freitag, 12. April 2019

Ananas-Tiramisu ohne Ei


Mein Gott – ist Ananas-Tiramisu eine leckeres Teil !!! Eigentlich ist Tiramisu sowieso als lecker bekannt, das weiß man, - aber Tiramisu mit Ananas ist eine Wucht, eine totale Erfrischung fürs ganze Jahr, aber vor allem für den Sommer.
Bisher glaubte ich immer, das Original sei das Beste, aber weit gefehlt. Das fruchtige Tiramisu in kleiner Portion gehalten ist ein richtig toller Nachtisch. Nur zu empfehlen für heiße Tage.
Ananas und Karamell, die zwei sind ein gutes Team, zusammen ergeben sie eine unglaublich leckere Geschmacks-Note, die nicht so schnell zu toppen ist und nicht langweilig wird. Probiert es einfach aus, vielleicht sogar zu Ostern ??!!??

Die unten angeführten Zutaten ergeben 4  Portionen.

Zutaten für die Mascarpone-Creme ohne Ei
250 g. Mascarpone
2 EL. Puderzucker
125 g. Ananas-Joghurt
6 EL Ananassaft aus der Dose
100 ml. Sahne
Zutaten für die Fruchteinlage:
10 g. Butter
2 ½ EL. Zucker
1 Dose Ananas in Stücke à g. 565 g. (Abtropfgewicht 350 g.)
50 g. Amaretto-Kekse
Zutaten für die Tränke und Deko:
2 EL. Rum (optional)
3 EL Ananassaft
Schokoraspel
Minze

Zubereitung:
Ananas abtropfen lassen, Saft auffangen !!!
Butter in einer flachen Pfanne erhitzen, die Ananas-Stücke dazugeben und mit dem Zucker bestreuen. Die Ananas karamellisieren lassen, so lange bis sie eine schöne Karamellfarbe bekommen, dann etwas abkühlen lassen.

karamellisierte Ananas
Inzwischen die Mascarpone mit dem Puderzucker kurz glatt rühren. Anschließend Joghurt unterrühren, Ananassaft esslöffelweise dazugeben und unterrühren – nur so viel wie nötig. (Die Creme soll nicht zu flüssig werden). Sahne steifschlagen und unter die Creme heben. Abschmecken - eventuell Zucker zufügen wenn es nötig ist.
Vier Gläser bereit stellen. Ananassaft und Rum (optional) für die Tränke mischen.
Die Amaretto-Kekse in einen Plastiksack geben und zu groben Brösel klopfen,  auf die Gläser verteilen. Ananasstücke auf die Kekse geben, Creme darüber und mit Ananasstücke, Schokoraspel und Minze dekorieren.
Das Tiramisu für mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank stellen. Dann servieren und genießen.


Herzlichst
Eure Irmi

Dienstag, 9. April 2019

Krapfen mit Kraut - Blattl mit Kraut


Zwischendurch gönnen wir uns auch unter der Woche einen freien Tag und fahren ins Blaue, dabei führt uns der Weg sehr oft nach Nordtirol. Letzthin besuchten wir ein typisches Nord-Tiroler-Gasthaus für ein gutes Mittagessen. Heute gibt es Blattl, las ich auf einer Tafel, die vor dem Eingang des Wirtshauses stand.
Die Speisekarte drinnen bot noch andere Schmankerl und so hab ich dann das Blattl mit Kraut total vergessen - aber Blattl mit Kraut wurde sehr oft serviert und ich bekam richtig Lust darauf. Ich dachte mir, bei nächster Gelegenheit wird es bei uns zu Hause Blattl mit Kraut geben. Das Blattl ist bei uns als Krapfen bekannt.
Wenn ich mich an meine Kindheit erinnere, da gab es speziell in der Fastenzeit Freitags solche Gerichte, meistens aber Kartoffelteignudeln oder eben Krapfen, dazu wurde Kraut, Apfelkompott oder Preiselbeermarmelade serviert.
Beim Krapfen handelt es sich um eine typische Hausmannskost, die bei uns in Südtirol aber auch in Österreich (speziell in den Wintermonaten) regelmäßig serviert wird. Die Krapfen werden bei uns meistens mit Marillenmarmelade, mit Mohn oder mit Kastanien gefüllt. Es gibt sie aber auch ohne Fülle, mit Puderzucker bestreut oder wie unten zu Kraut gereicht. 
Für das Sauerkraut stelle ich heute das Rezept nicht online, das könnt ihr nach Euren Wünschen zubereiten. Jede Variation ist passend zum Blattl.  Bei uns gab es heute die Fasten-Version – ohne Speck. (Krapfen sind als Fastenspeise für den Karfreitag geeignet)
Gutes Gelingen wünsche ich Euch und lasst es Euch schmecken.



Zutaten: ergeben ca. 15-20 St. je nach Größe
260 g. Weizenmehl
40 g. Butter
80 ml. Milch
1 Ei (Gr. M)
etwas Salz
1 gehäufter EL. Topfen 20 % (Quark)

Sonnenblumenöl für die Pfanne

Zubereitung:
Milch in eine Pfanne geben und die Butter darin schmelzen lassen. Lauwarm abkühlen.
Die restlichen Zutaten in die Rührschüssel der Küchenmaschinen geben und kurz rühren, dann das Milch-Buttergemisch zufließen lassen. Einen geschmeidigen Teig daraus kneten. Sollte er zu weich sein, etwas Mehl dazugeben. Den Teig mit einem Tuch abdecken und ca. 30 Minuten ruhen lassen. Er muss nicht in den Kühlschrank.
Dann können wir den Teig auf ca. 3 mm dick ausrollen und mit dem Krapfenrad rechteckige oder dreieckige Blattl heraus radeln.
Das Öl in eine Pfanne geben und auf ca. 160-170 ° C. erhitzen, die Blattl einlegen und im schwimmenden Fett von beiden Seiten golden ausbacken. Dazwischen immer wieder mit der Schöpfkelle das Fett über die Blattl gießen damit sie sich schön aufblasen. Die Blattl auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.
Anschließend mit Sauerkraut auf den Tellern anrichten und servieren.


Viel Spaß beim Nachbacken
Herzlichst
Eure Irmi

Freitag, 5. April 2019

Erdbeer-Stracciatella-Torte


Frühling liegt in der Luft, wir haben neuen Schwung und die kurzen Schlechtwetterperioden können uns nichts anhaben. Es treibt uns trotzdem hinaus in die freie Natur und in die Gärten wo  Narzissen, Tulpen u.s.w. ihre Schönheit in voller Pracht zeigen. Kirschen, Pfirsiche und Zwetschgen blühen in der Streuobstwiese und in ein paar Tagen beginnt die große Apfelblüte, die dann ihre Duftwolke über das ganze Land verteilt. 
Frühlingsgefühle gibt es auch in der Küche, die erste Erdbeertorte steht auf dem Tisch und ist bereit für die Kaffeepause. Immer wenn im Frühling die roten Früchte im Geschäft aus den Fruchtschalen glänzen, kann ich schlecht daran vorbeigehen, sie ziehen mich magisch an und obwohl sie noch nicht aus heimischer Herkunft stammten, habe ich zugelangt. Eine Erdbeertorte stand auf meinem Plan. 
🍓🍓🍓Erdbeeren sind immer eine Sünde wert - und Erdbeertorte auch. !!🍓🍓🍓

Zutaten für den Biskuit:
5 Eier
170 g. Zucker
1 Vanillezucker
1 Prise Salz
150 g. Weizenmehl
65 g. Weizenstärke
1 ½ TL. Backpulver
20 ml. neutrales Pflanzenöl

Zutaten für die Füllung:
750 g. Erdbeeren
100 g. Puderzucker
1 ½ TL. AgarAgar
400 ml. Sahne
4 TL. San Apart oder anderes Sahnestandmittel (für die Sahne)
250 g. Mascarpone
250 g. Sauerrahm
2-3 EL Schokoraspel
5 TL. San Apart (für die Mascarponemasse)
außerdem:
Schokoraspel und etwas geschlagene Sahne für die Dekoration

Zubereitung Biskuit:
Alle Zutaten sollen Zimmertemperatur haben.
Den Backofen auf 180 ° C. Ober/Unterhitze vorheizen. Die Springform von 24 cm Ø vorbereiten, den Springformboden mit Backpapier auskleiden. Mehl, Stärke und Backpulver mischen und sieben.
Die Eier in die Rührschüssel der Küchenmaschine schlagen, die Prise Salz, den Zucker und den Vanillezucker dazugeben und langsam aufschlagen bis die Masse dick/cremig ist. Das dauert ca. 8 Minuten. Dann das Mehlgemisch dazugeben und vorsichtig unterheben, ebenso das Öl unterheben. Den Teig in die Springform füllen und im Backofen für ca. 35 Minuten backen. Die Stäbchenprobe bitte nicht vergessen. Den Kuchen abdecken und in der Springform auskühlen lassen.
Zubereitung Füllung:
300 gr. Erdbeeren von den Stielen befreien, vierteln und pürieren. Das Fruchtpüree, den Puderzucker und AgarAgar in einen Topf geben, glatt rühren und für ca. 2 Minuten sprudelnd kochen, Topf vom Herd ziehen.
Inzwischen 6 Stück Erdbeeren für die Deko zur Seiten legen, die restlichen Früchte säubern und in Scheiben schneiden. Die Sahne aufschlagen, SanApart einrieseln lassen, die Sahne fertig schlagen und kühlen. Mascarpone und Sauerrahm kurz glattrühren. 2 EL. Mascarponemasse in die Erdbeermasse rühren damit sich die Temperatur angleichen kann. Dann die Erbeermasse in die restliche Mascarponecreme geben und kurz durchmischen. Sahne portionsweise unterheben.
Den Kuchen 2 mal waagrecht teilen. Den untersten Boden mit einem Tortenring umgeben, ca. 2 -3 EL. Creme für den Außenrand zur Seite legen. Nun ca. 1/3 der Creme darauf verteilen, glatt streichen und mit Erdbeerscheiben belegen. Mittleren Tortenboden darüber legen, wieder mit Creme bestreichen und Erdbeerscheiben belegen. Tortendeckel darüberlegen und mit Creme bestreichen und glatt abziehen. Torte abdecken und über Nacht kühlen.
Am nächsten Tag den Tortenring lösen, den Außenrand der Torte mit der restlichen Creme glatt einstreichen und mit Schokoraspel dekorieren. Torte kühlen.
Die Erdbeeren säubern und halbieren. Etwas Schokolade im Wasserbad auflösen und damit die Erdbeeren (nach Wunsch) dekorieren. Schokolade trocknen lassen.
Die Erdbeerhälften auf die Torte setzen, Sahnetupfer aufspritzen und mit Schokoraspel garnieren.


Ich wünsche euch viel Spass beim Nachbacken und gutes Gelingen. Lasst sie Euch schmecken.
Habt ein schönes Wochenende
Herzlichst
Eure Irmi

Dienstag, 2. April 2019

Irmi's Tomatenpesto


Ein Glas mit herrlichen, getrockneten, in Öl gelegten Tomaten lag zu Weihnachten im Geschenkkorb. In den Geschenkkörben lauern meistens Genussartikel der besonderen Klasse. Die Tomaten aus diesem Glas hatten einen vollmundigen, reifen, schon fast süßlichen Geschmack, gut gewürzt mit verschiedenen Zutaten. Sie haben mich vor ein paar Tagen dazu verführt, wieder einmal mein geliebtes rotes Pesto zu mixen. Spaghetti mit rotem Pesto ist eines meiner Leibgerichte, trotzdem gab es das bei uns schon eine ganze Weile nicht mehr. Früher, als ich noch berufstätig war, hat mir dieses Pesto oft ein schnelles, geschmackvolles Mittagessen beschert. Das war für mich damals extrem wichtig, weil es genau in der Mittagszeit herzlich wenig Zeit gab. Auf Schnellgerichte wurde da sehr oft zugegriffen.
Mit Liebe eingelegt – mit Liebe verschenkt – mit Liebe verkocht,
da kann nur ein hochwertiges Pesto entstehen.


Zutaten:
90 g. Tomaten getrocknet und in Öl gelegt
30 g. geschälte Mandeln und Pignoli gemischt
5-6 EL. Öl aus dem Tomatenglas
2-3 EL. Parmesan gerieben
1 kleine Knoblauchzehe
6-7 Blatt frischer Basilikum
Salz und Pfeffer
Zubereitung:
Tomaten etwas zerkleinern, die Mandeln halbieren.
Alle Zutaten in den Mixbecher geben und gut mixen bis eine homogene Masse entsteht. Zum Schluss nochmals abschmecken und nachwürzen wenn nötig.
Öl kann man mehr oder weniger dazugeben, je nachdem wie fest oder weich man das Pesto mag oder benötigt.


Lasst es Euch schmecken.
Alles Liebe
Eure Irmi

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