Montag, 25. Mai 2026

Buttermilch-Dinkel-Brot mit wenig Hefe

Brot mit wenig Hefe bedeutet zugleich, Brot mit viel Zeitaufwand. Dabei bedeutet dieser Zeitaufwand für uns nicht etwa, dass man andauernd dabei bleiben muss, es bedeutet lediglich, dass die wenige Hefe, Ruhe und Zeit benötigt, um sich zu entfalten und um zu arbeiten. Geben wir ihr ein ruhiges Plätzchen, damit sie wachsen kann, es lohnt sich ganz bestimmt. 
Wir können uns inzwischen die Zeit vertreiben, wie wir das gerne möchten, lediglich 3-4 Mal zum dehnen und falten müssen wir anwesend sein und das dauert jeweils nicht mehr als 5 Minuten.
Für dieses Brot benötigen wir sehr wenig Hefe, 0,5 g. ist lediglich ein erbsengroßes Stück. Wenn man also keine Feinwaage besitzt, um die Menge genau abzuwiegen, kann man sich mit dieser Angabe gut weiterhelfen. Stellt euch diese kleine Menge bildlich vor, dann wird euch automatisch klar, warum man der Hefe so viel Zeit zum Aufgehen geben muss.
Das Brot bekam eine tolle Kruste, eine großporige Krume durch das Dehnen und Falten und einen würzigen Geschmack durch die Buttermilch. Insgesamt ist es ein tolles, saftiges Brot, das auch ein paar Tage frisch bleibt. Ich werde es gerne nochmals backen.
Gleichzeitig lade ich euch zur Buttermilch-Woche ein, es gibt also noch ein Rezept, in dem Buttermilch verarbeitet wird und ich freue mich schon darauf, es euch zu präsentieren.



Zutaten für 1 Brot:
385 g. Weizenmehl (00)
200 g. Dinkelmehl
200 ml. Wasser lauwarm
200 ml. Buttermilch
12 g. Salz
0,5 g. frische Hefe
½ TL. Honig

Zubereitung:
Die Zutaten sollten Raumtemperatur haben.
Weizenmehl und Dinkelmehl sieben, mischen und in eine große Schüssel geben. Salz zugeben und kurz untermischen. Die Hefe mit dem Honig im lauwarmen Wasser auflösen, zum Mehl in die Schüssel geben. Mit einem Holzkochlöffel zu einem Teig verrühren. Sobald das Mehl untergearbeitet ist, die Schüssel abdecken und den Teig für ca. 24 Stunden an einem Ort mit Raumtemperatur gehen lassen. In dieser Zeit sollte der Teig 3-4 Mal gedehnt und gefaltet werden (d.h. ca. alle 5 Stunden). 
Nach dieser Zeit, den Teig zu einer Kugel rundschleifen, und in einem Gärkörbchen für gut 1 Stunde erneut gehen lassen.
Ich backe mein Brot heute wieder im Gusseisentopf, deshalb wird der Topf im Ofen mit vorgeheizt.
In der Zwischenzeit kann den Backofen auf 220° C. Ober/Unterhitze vorgeheizt werden. 
Nun wird der Teig vorsichtig auf ein Backpapier gestürzt, die Oberfläche mit etwas Mehl bestreut und nach Wunsch eingeschnitten. Nun den Teig mitsamt dem Backpapier in den Gusseisentopf geben, (dabei Achtung wegen Verbrennungsgefahr) Deckel drauf und im Ofen für 25 Minuten backen lassen. Jetzt Deckel abnehmen, Temperatur auf 200°C. reduzieren und das Brot nochmals für weitere 25 Minuten fertig backen. Klopfprobe bitte nicht vergessen.
Das Brot auf ein Gitter legen und komplett auskühlen lassen, erst dann anschneiden.



Gutes Gelingen und lasst es euch schmecken.

Herzlichst
Eure Irmi

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