Freitag, 11. Oktober 2019

Apfelstrudel mit Topfenteig

Im Herbst, wenn hier die Obsternte in vollem Gange ist, backe ich fast immer einen Apfelstrudel; nicht nur im Herbst, aber besonders da, weil ich die Äpfel frischer nicht wieder bekomme. Zum Wochenende passt das hervorragend, dann gibt es Kaffeestunde und Familientreff.
Schon lange wollte ich mal einen Strudel mit Topfenteig backen; dieser Teig, der sooo easy zum verarbeiten ist, hat mich schon eine ganze Weile angelacht. Sehr oft wird er, besonders für Strudel oder Polsterzipfl verarbeitet und jeder fleißige Zuckerbäcker ist nur begeistert. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen, zumal er auch noch gut schmeckt.
Für die Fülle nehme ich sehr gerne einen säuerlichen Apfel, bisher kam bei mir immer ein Granny Smith zum Einsatz. Ich finde den als den besten Apfel für Apfelstrudel. Doch in den Medien wird immer vom Boskop-Apfel geschwärmt. Weil es Boskop bei uns nirgendwo zu kaufen gibt, haben wir uns kurzerhand selbst einen Baum gepflanzt. Drei Früchte waren die gesamte Ernte in diesem Jahr und die sind hier in die Fülle geschnippelt worden. 
Boskop ist sehr säuerlich aber er schmeckt intensiv und ausgezeichnet und macht den Apfel-Strudel zum "Klassestrudel"

Zutaten für einen Strudel:

150 g. weiche Butter
150 g. Topfen (Quark) 20 %
150 g. Weizenmehl
1 Prise Salz
1 ½ EL. Zucker
1 Vanillezucker

Zutaten für die Fülle:
3 große Boskop
2 EL. Zucker
Saft 1 Zitrone
40 g. Sultaninen
3 EL. Rum
3 EL. Pinienkerne
Zimt nach Geschmack
Semmelbrösel
1 Ei zum Bestreichen

Zubereitung:
Alle Zutaten für den Teig in die Schüssel der Küchenmaschine geben und zu einem glatten Teig verarbeiten lassen. Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und mit der Hand kurz durchkneten. Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und im Kühlschrank für ca. 30 Minuten ruhen lassen.
Die Sultaninen in eine kleine Schüssel geben und mit dem Rum tränken, etwas ziehen lassen.
Das Backblech mit Backpapier belegen und den Backofen auf 190 °C Ober/Unterhitze vorheizen.
Die Äpfel schälen, das Kernhaus entfernen und als kleine Stifte in eine Schüssel hobeln. Zitronensaft darüber pressen, Zucker, Sultaninen und Pinienkerne dazu geben, alles untermischen.
Den Teig auf einem bemehlten Tuch oder einer Ausrollmatte ausrollen auf ca. 40 x 40 cm. Die Semmelbrösel darüber streuen damit der austretende Saft etwas gebunden wird. Die Äpfel gleichmäßig darüber verteilen, dabei die Ränder jeweils von ca. 2-3 cm frei lassen. Noch Zimt (Menge nach Geschmack) darüber streuen. Nun die Ränder links und rechts einschlagen, den Strudel, mit Hilfe des Tuches aufrollen und auf das Backblech umsetzen mit dem Schluss nach unten. Den Strudel mit dem verquirlten Ei bestreichen und im Backofen für ca. 40-45 Minuten backen.
Auskühlen lassen und vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.
Lasst es euch schmecken.

Herzlichst
Eure Irmi

2 Kommentare:

  1. Liebe Irmi, dein Klassestrudel sieht mega aus 😍😋😍. Der Topfenteig ist mir neu, den werde ich aber bald testen. Mit euren Äpfeln...oder auch mit meinem Lieblingsapfel für Apfelkuchen "Boskoop". Mich freut, dass euch der Boskoop im Strudel auch so gut schmeckt 🤗😊.
    Liebe Grüße schickt euch Katharina

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  2. Hallo Katharina, der Strudelteig ist so angenehm in der Verarbeitung, dass es echt Spaß macht. Apfelstrudel mag man eigentlich immer wieder, so kann man abwechseln. Ich persönlich mag den Apfelstrudel auch sehr gerne mit Blätterteig. Man dürfte aber ruhig ein paar Äpfel mehr einfüllen meiner Meinung nach.
    Liebe Grüße Irmi und HP

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