Donnerstag, 30. Oktober 2025

Herbstzauber

Wenn man jetzt durch die verschiedenen Blogs streift, wird man überall belohnt mit wunderschönen Herbstbildern. Der Herbst präsentiert sich, gefühlt,  wie kein anderes Jahr vorher. Jedenfalls fallen mir heuer die Bilder besonders auf und beeindrucken mich unglaublich. Die Natur bietet eine Vielfalt von warmen Farben, zeigt aber zugleich auch ihren Rückzug an. Sie stellt langsam ihr Wachstum ein und bereitet sich auf den Winterschlaf vor. 
Einen Farbenrausch kann man momentan erleben, wo man geht und steht, ringsum darf man sich darin eintauchen.  Herbst-Wanderungen werden dadurch zum Hochgenuss und sie bleiben lange in unserer Erinnerung.
Der Herbst bedeutet nicht nur für die Bäume und Pflanzen eine Veränderung, nein auch die Tiere spüren den Übergang in die kalte Jahreszeit. Manche rotten sich zusammen und entfliehen dem Winter, andere legen sich Vorräte für den Winter an u.s.w. Alle gestalten die Vorbereitung anders, aber alle hoffen, den Winter zu überleben.
Viele Blogger zeigen momentan Bilder aus ihren Gärten mit Pflanzen in unglaublichen Farben. Mit dem Gedanken, dass in unserem Garten noch nicht so viel los sei, wurde ich nach draußen gelockt. Aber nein, da gab es auch einiges zu sehen, zu bestaunen und zu knipsen. Unser Garten ist zwar klein und überschaubar, trotzdem führt auch er uns direkt in den Herbst, wenngleich so mancher Baum und manche Pflanze die Färbung noch vor sich haben. Wir freuen uns darüber, dass dieses Schauspiel anscheinend noch nicht so schnell vorbei ist.

Hier ein paar Impressionen aus heutiger Sicht:


die schwarzäugige Susanne zum Beispiel hat mit der Färbung noch nichts am Hut, meiner Meinung nach sind ihre Blüten jetzt sogar schöner als im Sommer. Allein die Blütenanzahl ist üppiger geworden und die Farben strahlen viel intensiver. Ich liebe diese Blume, genau weil sie im Herbst am meisten strahlt und uns Freude bereitet, wo andere sich zurückziehen.


während ihr Nachbar in der Färbung fortgeschrittener ist. Die ansonsten blaublütige Tellerhortensie hat ihre Blätter und vor allem die Blütenfarben sehr verändert.


Die Bauernhortensie war eigentlich auch blaublütig, die Blüten sind zwar noch frisch, aber ihre Farbe hat sich verändert in ein interessantes rot, während die Blätter noch nicht betroffen sind.


Die Japanische Lärche fängt langsam an, einzelne Äste haben es geschafft, der Rest ist noch frisch.



Dafür ist der Blick in den Cornus traumhaft.  Der ganze Baum hat sich inzwischen mit einer schönen tiefroten Farbe eingefärbt und lässt sich bewundern. Ihn hat die Herbstfärbung schon voll erwischt. Wenn die Sonne draufscheint, explodiert er förmlich und wird zum roten Feuerball.


Der Rhododendron färbt die Blätter auch schon, wenn die Sonne ihre Strahlen darauf wirft ist er leuchtend orange und wunderschön. Er steht somit auch voll im Herbst. 
Man sieht, unser Garten ist nur teilweise im herbstlichen Zustand, die Färbung hat noch einiges zu tun, bis sie ihr komplettes Ziel erreicht hat. Darauf freuen wir uns.
Das war mein Rundgang im Garten, ein Anfang ist also gemacht.
Ich wünsche Euch eine schöne Zeit und bleibt gesund, damit ihr diesen Zauber genießen könnt.

Herzlichst
Eure Irmi

Samstag, 25. Oktober 2025

Schoko-Zucchini-Kuchen

Alljährlich um diese Zeit wird vielerorts das Ernte-Dank-Fest gefeiert. Bei uns im Dorf gibt es eine große Prozession und nachher einen feierlichen Gottesdienst. Die Kirche wird geschmückt mit Blumen und schön dekorierten Obstkörben; man dankt für eine gute Ernte.
Im Anschluss ist ein gemeinsames Mittagessen in der Familie schon obligatorisch und wir freuen uns jedes Jahr darauf. Heuer habe ich meine Familie anschließend mit diesem leckeren Schoko-Zucchini-Kuchen zum Kaffee verwöhnt. 
Der Kuchen war saftig und watteweich, sehr schokoladig und nussig im Geschmack. Er war ganz große Klasse und er passte wunderbar zu Ernte-Dank. Hatte ich doch kurz vorher die Zucchini und die Nüsse frisch geerntet. 
Die Zubereitung dieses Kuchens ist wahnsinnig einfach. Kaum zu glauben, aber wirklich nur alles in eine Rührschüssel geben, mit dem Handrührgerät gut durchrühren bis der Teig schön glatt ist, dann in die Form füllen und backen. Fertig ist dieser traumhafte Leckerbissen.




Zutaten für einen kleinen Kuchen aus der Ø 22 cm Backform:
160 g. Zucchini 
120 g. Walnüsse oder Mandeln
150 g. Schokolade 
120 g. Butter
100-120 g. Zucker
1 Vanillezucker
150 g. Weizenmehl
1 Prise Salz
10 g. Backpulver
3 Eier (Gr.L)
20 g. Backkakao

Zubereitung:
Zucchini fein raspeln, Walnüsse reiben, Schokolade raspeln, Butter sollte wachsweich sein und die Eier sollten Raumtemperatur haben.
Die Backform innen buttern und mit Mehl bestreuen.
Backofen auf 170°C. Umluft vorheizen.
Alle Zutaten in die Rührschüssel geben und mit dem Handrührgerät gut durchrühren bis der Teig schön glatt ist. Dann in die Backform füllen, glatt streichen und im Backofen für 55-60 Minuten backen. Die Stäbchenprobe bitte nicht vergessen.
Den Kuchen in der Form auskühlen lassen und vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.
Lasst ihn euch schmecken.


gelbe Zieräpfelchen kurz vor und nach der Ernte
Sie dienen mir zum Dekorieren

Ein bunter Herbst soll euch begleiten.
Herzlichst
Eure Irmi

Montag, 20. Oktober 2025

Kartoffel-Weckerl

Letztens war ich glücklich darüber, dass am Abend vorher beim gemütlichen "Pellkartoffeln Essen" noch 2 Stück übrig geblieben waren, denn ich wollte nämlich schon lange mal wieder Kartoffelbrötchen backen. Ich habe lediglich darauf gewartet, dass es einmal die Gelegenheit gibt, Rest-Kartoffeln für diesen Zweck zu verwerten. Am selben Abend habe ich sie noch geschält, gepresst  und in den Kühlschrank gestellt, nachdem ich die weitere Verarbeitung erst für den Tag danach angesetzt habe.
Diese Kartoffelbrötchen hatten eine schöne Kruste außen, innen waren sie saftig und mollig-weich. Genau so mögen wir das am liebsten. 
Es gibt in diesem Blog aber noch ein weiteres Rezept für Kartoffelbrot und zwar:
das ebenfalls megalecker ist und zwischenzeitlich von mir mehrmals gebacken wurde. Einen Tag länger frisch bleiben die meisten Kartoffelbrote auch.
Das Brot schmeckt uns besonders gut mit einem tollen Frischkäse-Aufstrich mit viel Schnittlauch drüber. Guten Appetit.




Zutaten für 6 Stück:
500 g. Weizenmehl (Allzweckmehl)
160 g. Kartoffel gekocht und gepresst
300 ml. kaltes Wasser
3,5 g. Trockenhefe
12 g. Salz

Zubereitung:
alle Zutaten in die Rührschüssel geben und für ca. 6-8 Minuten zu einem glatten elastischen Teig kneten. Den Teig abdecken und für ca. 30 Minuten anspringen lassen.
Anschließend wird der Teig mit öligen Händen zu einer Kugel geformt, in die Schüssel gegeben, abgedeckt und für 12-16 Stunden in den Kühlschrank gegeben.
Am nächsten Morgen den Teig auf eine bemehlte Fläche stürzen und mit der Teigkarte in 6 Teile teilen. Jedes Teil zur Kugel formen, abdecken und für ca. 10 Minuten ruhen lassen. Dann werden die Teiglinge zu einem Weckerl geformt, auf ein mit Backpapier belegtes Blech gelegt, mit einem Tuch abgedeckt. Sie sollen nun für ca. 2 Stunden gehen.
Inzwischen den Backofen auf 210° C. Ober/Unterhitze vorheizen und  Wasser zum Schwaden in eine Sprühflasche geben.
Jetzt kann man die Teiglinge  mit einem scharfen Messer einschneiden und in den Backofen schieben. 1 x Wasser mit der Sprühflasche darüber spritzen, dann schnell Ofentür schließen und für ca 25 Minuten backen. Klopfprobe bitte nicht vergessen. Das Brot auf einem Gitter komplett auskühlen lassen.


Herzlichst
Eure Irmi

Mittwoch, 15. Oktober 2025

Scharfer Tomaten-Bohnen-Salat für den Herbst

Besonders im Herbst und Winter kommt bei uns gemischter Salat auf den Tisch. Er ist gesund durch die verschiedenen Zutaten und versorgt uns mit neuer Vitamine. Durch die vielen intensiven Farben fungiert er als Hingucker auf jedem Tisch und hebt gleichzeitig die Stimmung. Sozusagen ist er der Seelen-Schmeichler, der uns im Winter des Öfteren begleitet.
Er schmeckt, macht uns satt und bringt neuen Schwung. Mit der schönen Schärfe von Chili ist dieser Salat eine flotte Erfahrung, bloß muss man beim Würzen etwas vorsichtig sein. Lieber ein wenig nachwürzen. Aber sonst - alles top.!



Zutaten für ca 3 Portionen:
2 Tomaten
½ rote lange Tropea-Zwiebel
400 g. Dose Kidney-Bohnen
150 g. Dose Mais 
4-5 Mini-Paprika

Zutaten für die Marinade:
Saft ½ Zitrone 
1 EL. Apfelessig
6 EL. Olivenöl
1 Spritzer Maggi-Würze
Salz
Pfeffer
1 Prise Chilipulver
1 TL. Zucker
2 EL. Petersilie klein gehackt

Zubereitung:
Das Gemüse waschen, schälen und teilen. Die Zwiebel in Scheibchen, die Tomaten grob würfeln und die Paprika in Streifen schneiden und alles in eine Schüssel geben. Mais und Bohnen kurz waschen und ebenfalls zugeben. Die Zutaten für die Marinade gut mischen bzw. verquirlen und über den Salat geben. Gehackte Petersilie zugeben. Nun alles gut verrühren und verkosten. Nachwürzen wenn nötig.


Lasst ihn euch schmecken
Herzlichst
Eure Irmi

Freitag, 10. Oktober 2025

gerührte Linzer

Linzer-Torte, entweder man liebt sie, oder man liebt sie nicht.
Ich kenne keine andere Torte, wo sich  die Geister so scheiden, wie bei einer Linzer. Oft hab ich schon die Aussage gehört, nur keine Linzer, oder  wenn ich eine Torte nicht mag, dann ist es die Linzer. Auch in meiner engeren Verwandt- oder/und  Bekanntschaft bekam ich schon des Öfteren eine solche oder ähnliche Aussage.
Ich persönlich, aber vor allem mein lieber HP, wir mögen Linzer sehr gerne. Deshalb gibt es heute eine gerührte Linzer mit Himbeermarmelade gefüllt. Eine Torte im Schnelldurchlauf, so könnte man sie bezeichnen. Sie ist schnell zusammengerührt, so wie ein ganz simpler Rührkuchen, es werden keine Kühlzeiten für den Teig benötigt, es gibt kein Kleben oder Brechen des Teiges beim Ausrollen, alles geht total easy. Trotzdem ist sie außergewöhnlich lecker und schmackhaft, geradezu herrlich und vor allem, soooo nussig im Geschmack.
Meine Linzer wurde mit Himbeer-Marmelade gefüllt, weil ich diese gerade zu Hause hatte. Ist zwar nicht typisch, aber es hat trotzdem sehr gemundet. Deshalb gilt wieder meine Regel, bitte füllen mit gewünschter Marmelade. Bei uns zu Hause wird die Linzer im Normalfall mit Ribisel- oder mit Preiselbeermarmelade gefüllt, wobei mir von den beiden, Preiselbeer viel lieber ist.
Gutes Gelingen und lasst sie euch schmecken!.




Zutaten für eine Torte von 26 cm Ø
3 Eier Gr. L

1 Prise Salz
180 g. Zucker
375 g. Mehl
300 g. Butter
115 g. geriebene Walnüsse
2 TL. Zimt
12 g. Backpulver
außerdem:
230-250 g. Himbeermarmelade 
(ohne Kerne schmeckt viel besser)
Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung:
Die Zutaten sollen Raumtemperatur haben.
Backform vorbereiten, Boden mit Backpapier belegen, Ränder einfetten.
Backofen auf 180 °C. Ober/Unterhitze vorheizen.
Die Eier trennen, das Eiweiß mit dem Salz steif schlagen und im Kühlschrank abstellen.
Die Eigelb mit der Butter und dem Zucker schaumig schlagen, das dauert so ca. 7-8 Minuten. Unterdessen das Mehl sieben, mit den Nüssen, dem Zimt und dem Backpulver mischen und unter die Masse heben, zum Schluss noch das geschlagenen Eiweiß unterheben.
Nun 2/3 des Teiges in die Backform geben und glattstreichen. Die Marmelade glattrühren, eventuell 1 EL. heißes Wasser zugeben damit das besser machbar ist, dann gleichmäßig auf den Teig verteilen. Den restlichen Teig in einen Spritzsack mit großer Sterntülle füllen und Gitter auf den Kuchen spritzen (auch den Außenrand spritzen)
Kuchen im Ofen für ca. 45 Minuten backen, dann in der Form komplett auskühlen lassen.
Springform abnehmen und den Kuchen vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.


Lasst ihn euch schmecken.

Herzlichst
Eure Irmi

Sonntag, 5. Oktober 2025

Herbst-Suppe mit Mettenden

Es kommt die herbstliche Zeit mit frischeren Temperaturen. Das Wetter ist momentan teilweise regnerisch, manchmal windig, aber auch die Sonne kommt gelegentlich durch, sodass man es untertags noch gut aushalten kann. Die Nächte kühlen aber merklich ab und am Abend, wenn es dann frisch wird, freut man sich auf eine wärmende Suppe. 
Meine Herbstsuppe ist passend für solche Problemchen. Sie schmeckt ausgezeichnet und mit der rustikal-rauchigen Würze der Mettenden ist sie nahezu genial für ein sättigendes Essen am Abend. Dazu serviere ich Baguette oder Ciabatta, aber auch eine schöne Scheibe Schwarzbrot ist nicht verkehrt.
Gewürzt habe ich mit meinem Sellerie-Salz, das ich unlängst zubereitet habe.

Mein Tipp: wenn man die Hälfte der Suppe durchmixt, bekommt sie ein schönere Konsistenz, sie wird etwas sämiger und man hat trotzdem keine Creme-Suppe.



Zutaten für 3-4 Portionen:
200 g. braune Champignon
2 St. Mettenden
1 kleine Zwiebel
1 kleine Stange Lauch
2 Stiele Staudensellerie
1 Zehe Knoblauch
1 EL. Mehl
350 ml. Wasser
150 ml. Sahne
1 EL. Suppenpulver
Pfeffer
ein paar Nadeln Rosmarin 
Öl für die Pfanne

Zubereitung:
Pilze putzen und vierteln, Mettenden in Scheiben schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und klein würfeln bzw. hacken. Sellerie und Lauch waschen und fein Schneiden.
Öl im Gusseisentopf erhitzen, Pilze und Mettenden darin anbraten, dann aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen.
Zwiebel, Lauch und Sellerie im vorhandenen Bratfett anrösten, mit Mehl stauben und gut untermischen. Mit Wasser ablöschen, Sahne zugießen, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Rosmarin und Suppenpulver zugeben und die Suppe für ca. 10 Minuten köcheln lassen.
Die Hälfte der Suppe in einen Mixtopf geben und grob durchmixen (das ist optional - muss man aber nicht) dann wieder zurück in die Pfanne geben. Nun Pilze und Wurst dazugeben und für kurze Zeit leicht köcheln.
Abschmecken und servieren. 


Guten Appetit.


Ein paar letzte Blümchen aus dem Garten und Kürbisse, die ich auf dem Kürbisfest erstanden habe, ergeben meine feine, herbstliche Tischdeko. Die Farben finde ich solide, passen aber gut zueinander und sind trotzdem frisch und lebendig.
Viele Blüten gibt es in meinem Garten nicht mehr, die wenigen Einzelstücke hole ich mir sehr gerne ins Haus, damit ich sie noch voll auskosten kann.

Herzlichst
Eure Irmi